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Eine idyllische ländliche Region in Grönland soll zum Rohstofflieferanten werden. © bigialt@web.de
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:: Grönlands strahlende Aussichten

+ 29.06.2012 + Auf der Arktisinsel wurden reiche Vorkommen an seltenen Erden entdeckt.

Die Metalle, die unter anderem für die Produktion von Windkraftanlagen genutzt werden, sollen abgebaut werden. Doch es gibt ein problematisches "Abfallprodukt": Uran.

 

Seltene Erden werden bald weniger selten sein. Und mit der Monopolstellung Chinas auf dem Markt dieser 17 Metalle, die derzeit bei der Produktion von Flachbildschirmen, Handys, Batterien oder Windkraftanlagen noch als unersetzbar gelten, könnte es vorbei sein. Auf Grönland sind reiche Vorkommen gefunden worden. Eines davon ist nicht nur von der Reinheit her vielversprechend, sondern ist auch gut zugänglich: Auf dem 690 m hohen Berg Kvanefjeld nahe dem Ort Narsaq an der Südspitze der Arktisinsel. Hier soll nach den derzeitigen Plänen schon in drei oder vier Jahren mit dem Abbau begonnen werden.

 

Die australische Grubengesellschaft Greenland Minerals & Energy (GME)rechnet mit einer Ausbeute von jährlich rund 40.000 Tonnen. Das wären immerhin fast die Hälfte der gesamten chinesischen Produktion an seltenen Erden. Ende des Jahres sollen die Anträge für ein Genehmigungsverfahren gestellt werden. Die grönländische Regierung zeigt sich grundsätzlich positiv. Die Bodenschätze gelten als Voraussetzung dafür, dass sich das Land endgültig von Dänemark abnabeln und ein selbständiger Staat werden kann. Nach den ernüchternden Misserfolgen der letzten Jahre bei der Offshore-Suche nach Öl und Gas sind jetzt die Reichtümer, die sich unter der Oberfläche der Insel selbst verbergen, wieder mehr ins Visier geraten.

 

Aber die Gewinnung der seltenen Erden hat einen Haken: Es wäre nicht zu vermeiden, dass man dabei gleichzeitig die dortigen Uranvorkommen mitfördert. Die gibt es dazu auch noch in so hoher Konzentration, dass Grönland eines der weltweit grössten Uranexportländer werden könnte, schätzt Cindy Vestergaard, sicherheitspolitische Expertin am dänischen Institut für internationale Studien DIIS

 

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