Extreme Dürre und schlechte Ernten trugen dazu bei, dass im vergangenen Jahr in Ostafrika mehr als 13 Millionen Menschen unter der schwerste Hungerkatsrophe seit Jahrzehnten litten. Noch immer sind viele Menschen auf Unterstützung angewiesen. © UNICEF/Julia Zimmermann
|
:: UNICEF-Report 2012 Mein Recht auf Wasser
+ 06.07.2012 + Wasser ist Schlüssel zu nachhaltiger Entwicklung.
Mit dem UNICEF-Report 2012 ruft das Kinderhilfswerk der Vereinten Nationen die Regierungen dazu auf, die Rechte der Kinder auf soziale Entwicklung und den Schutz der Umwelt in den Mittelpunkt ihrer Politik zu stellen. Zum Auftakt des Weltgipfels für nachhaltige Entwicklung in Rio de Janeiro unterstreicht UNICEF, dass die Lösung globaler Probleme wie der Weg hin zu einer nachhaltigen Form des Wirtschaftens ohne die Überwindung extremer Armut und Ungerechtigkeit nicht gelingen kann.
Eine nachhaltige Entwicklung setzt voraus, dass alle Kinder gesund aufwachsen, zur Schule gehen und vor Gewalt und Vernachlässigung geschützt werden.
Â
Hierzu gehört auch der Zugang zu lebensnotwendigen Gütern wie sauberem Wasser, Hygiene, sauberer Luft und ausreichender Nahrung. Internationale Experten haben in dem UNICEF-Report 2012 die Folgen einer globalen Wasserkrise für Kinder untersucht. UNICEF unterstützt in über 100 Entwicklungs- und Schwellenländern Wasser- und Sanitärprogramme für Kinder.
Â
Zusammenfassungen der Kapitel des UNICEF-Reports 2012:
- 1. Wasser und Gesundheit von Kindernvon Mickey Chopra, Leiter der weltweiten UNICEF-Gesundheitsprogramme
- 2. Über die Millenniums-Entwicklungsziele für Wasser und Sanitärversorgung hinaus von Catarina de Albuquerque, UN-Sonderberichterstatterin zum Menschenrecht auf sauberesTrinkwasser und Sanitärversorgung
- 3. Ohne Wasser kein Lebenvon Elhadj As Sy, UNICEF-Regionaldirektor für das östliche und südliche Afrika
- 4. Die Durchsetzung des Menschenrechts auf sauberes Wasser und die Rolle der Zivilgesellschaftvon Tom Koenigs, Vorsitzender des Ausschusses für Menschenrechte und humanitäre Hilfe des Deutschen Bundestages
- 5. Das Problem wird erst sichtbar, wenn man darüber sprichtvon William Fellows, Experte für Wasserprogramme von UNICEF
- 6. In Wasser investieren – für nachhaltige Entwicklung von Franz Marré, Leiter des Referats Wasser des Bundesministeriums für wirtschaftliche Entwicklung und Zusammenarbeit
- 7. Wasser und Klimavon Lena Partzsch, Politikwissenschaftlerin, Universität Greifswald
- 8. Toiletten ohne Tabusvon Thilo Panzerbieter, Geschäftsführer German Toilet Organization
Zahlen und Fakten
Die Verwirklichung des Menschenrechts auf sauberes Wasser und hygienische Lebensverhältnisse ist einer der wesentlichen Schlüssel zu einer nachhaltigen Entwicklung. Doch dies liegt für einen großen Teil der Kinder immer noch in weiter Ferne.
- Wasser und Gesundheit: Rund 780 Millionen Menschen haben bis heute keinen Zugang zu sauberem Trinkwasser. Fast die Hälfte der Bevölkerung in den Entwicklungsländern leidet unentwegt an Krankheiten, die auf schlechte sanitäre Verhältnisse, mangelnde Hygiene und verunreinigtes Wasser zurückzuführen sind. Täglich sterben 3.000 Kinder an Durchfallerkrankungen.
- Sanitärversorgung: 2,5 Milliarden Menschen haben keinen gesicherten, erschwinglichen und menschenwürdigen Zugang zu sanitären Einrichtungen. Trotzdem wird das Thema von Regierungen, Geldgebern und Öffentlichkeit immer noch vernachlässigt.
- Ungleichheit: Arme Familien profitieren selten von Fortschritten. In Indien haben landesweit weniger als 50 Prozent der Haushalte Zugang zu einfachen Latrinen. Während aber 98 Prozent des wohlhabenden Fünftels sanitäre Einrichtungen haben, ist das ärmste Fünftel der Bevölkerung nahezu komplett ausgeschlossen.
- Wirtschaft: Die Vereinten Nationen schätzen, dass der Mangel an sauberem Trinkwasser und ausreichender Sanitärversorgung allein die afrikanischen Länder südlich der Sahara jährlich fünf Prozent ihres Bruttoinlandsprodukts kosten.
- Konflikte: Sauberes Wasser wird in immer mehr Regionen zum kostbaren Gut. Bis zum Jahr 2000 waren 30 Länder von absoluter Wasserarmut betroffen. Bis zum Jahr 2025 könnten acht weitere hinzukommen. Wassermangel erhöht die Gefahr von Auseinandersetzungen – vom Streit um Brunnen bis bewaffneten Kämpfen.
|



















